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Hängt Euch keinen Traumfänger ins Zimmer! Man weiß nie, was passiert.
Coco Coco Chanel,
ich träumte ich wäre CoCo Chanel,
CoCo CoCo Chanel
Ich tanzte im Kleidchen am Rande der Fläche leise vor mich
ein neuer Tanz schwingt den Rhythmus in die Hüften dieser Stadt
schöne Menschen tanzen überall
und ich fragte mich, wie ich so schön sein kann,
vielleicht noch schöner als all die anderen
und ich tanzte anders, wie junge Römer tanzen,
aber das reichte nicht,
ich schloss die Augen
und träumte mich in ein Kleid aus Seide,
ich verpuppte mich, und als ich die Augen aufmachte,
tanzten alle um mich und riefen,
CoCo Chanel, da ist CoCo Chanel
co-co coco-coco chanel im Seidenkokon
von der Bewunderung rasend, warf ich die Beine in die Luft
und die Massen der Puppen um mich riefen
CoCo Chanel co-co coco-coco chanel co-co coco-coco chanel
tanzt im Seiden-Kokon Cancan für uns.
Vor Glück schloss ich die Augen,
und mit geschlossenen Augen
mitten auf der Fläche des Tanzes stand ich da,
da haben die Massen der Puppen die Puppen bis in die Puppen tanzen lassen.
Überall waren diese umwerfenden Leiber junger Menschen, schöngemacht und hergerichtet, mit langen und mit kurzen Haaren, mit flachen und ganz runden Bäuchen, und alle tanzten und lachten
und wo auch immer ich hinging,
waren die Leute freundlich, mit einem Lachen im leicht verschwitzten Gesicht, hier und da küßten sich ein Paar, manche auch zu dritt.
Aber nie ist mir genug, irgendwie sollte Alles noch schöner und größer sein, und so lies ich überall Krokusse fallen, Krokusse, die nach kokos rochen.
Überall tanzen die Leute auf Blütenblättern und überall rochen sie Kokos, und ich sagte, das ist Nummer 5, das bringt Leben in die Bude.
Und überall intonierten die Leute, Coco Coco-co CoCo Chanel Coco Coco-co CoCo Chanel Coco Coco-co CoCo Chanel tanzt im SeidenKonkon CanCan für uns, läßt uns von KokosKrokussen kosten, Sie ist so cremig, so coral und color, sie ist so schön, ein weiches Wunder dieser Welt mit strenger Eleganz!
Und so haben die Massen der Puppen bis in die Puppen die Puppen tanzen lassen.
Ich war in den Augen der Leuten, ich war in aller Leute Munde, in den Nasen der Leute, aber nach einer kurzen Weile, reichte mir das nicht, alle sollten mich spüren, alle sollten merken, „fashion passes, style remains“,
also stampfte ich Butter an, bis aus allen Winkel tausend Schmetterlinge fliflatterten und alle Tanzpuppen leise mit ihren Flügeln streichelte.
Überall klangen Lustsseufzer und andere Entzückenslaute.
Aber aus dem Entzücken wurde Entsetzen, denn überall, wo gerade keine Schmetterlinge fliflatterten, da zogen sich die Puppen aus und wurden zu Menschen, denen man den Schweiß in Perlen von den Leibern fliessen sah, und sie küßten sich, wo sie sich grad trafen, und leckten sich die salzige Suppe von den Lenden, und fassten sich an,
und ich mittendrin, in meinem sündgeilen seidenkonkon,
mit meinem sündgeilen Seidenkonkon in diesem Schweinestall, ich.
Und ich rannte, ich rannte hinaus, verlor einen Schuh, aber kein Prinz hat ihn gefunden, kein Frosch, kein Schmetterling, es war ein Drosselbart, der mich in einen Turm sperrte.
Und jetzt sitz ich in diesem Rapante-Turm,
gefangen in diesem Scheiß Turm,
laß aus irgendeinem Grund mein langes Haar herunter,
Rotkäppchen spaziert jeden vormittag vorbei,
ICH! gefangen in einem schrecklichen Traum, jeder nennt mich CoCo Chanel und im Seidenkleid glaubt mir keiner meine Männlichkeit.
Und darum ich sag Euch nur eins, hängt Euch keinen Traumfänger ins Zimmer, hängt Euch keinen Traumfänger ins Zimmer, hängt Euch keinen Traumfänger ins Zimmer, man weiß nie was passiert.
Grußworte – Kußworte
Schmatz und Leck-er
Gußworte füllen und Tortenguß
Küße wie Torten
Süße an Orten
wo kaum ein Zuckerbäcker jemals war
wo man Milchschaum selten sah
Wo Schmeichelei der Worte nicht bedarf
und nur der Lippen Haut betrifft;
wer dich trifft,
wenn ich Dich seh,
mein Herz verschifft
nach Übersee!
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