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Gefrorene Wärme

Das Maedchen wird seine Note sein. Er darf auf ihr sticken, zerren und Töne hinaus quetschen. Ihre Wärme in Plastiktüten einpacken und einfrieren. Ihr Blut erwürgen und sie wird ihn schließlich trinken. Seine Gänsehaut besteigt ihren Atem, der in seinen Ohren flüssig wird und unendliche Kreise malt.
Das Maedchen lutscht ihre Gedanken im dreiviertel Takt und malt ihr Ende mit blau auf Fensterglas. Warten macht die Zeit zu einem gierigen Spender von Angst, welcher Vergangenheit in das Herz ritzt und vergisst zu radieren. Er wird des Maedchens Schatten multiplizieren und sie wird sich teilen wollen in eine Welt aus bezogenem Stoff, der Löcher hat. Durch die Löcher sieht man die Gegenwart, wie sie wartet mit dem Daumen in den Lüften auf die Zukunft, die sie mitnimmt. Beim Vergessen tritt sie in eine Lücke aus Watte und Leere, in der sie sich nackt auf dem dreckigen Fußboden liegen sieht. Durch seine schnellen Schritte wirbelt Staub auf und verstopft ihr ihre Nasenlöcher. Gerade fiel der rote Vorhang. Das Fenster ist frei. Das Licht reißt, ihm das Gesicht in tausend Stücke und leicht wie Federn schweben die einzelnen Teile in ihren Bauchnabel. Sie dreht ihm seine Worte im hals herum und erhängt sie in ihrem Herzen. Sie greift nach ihrer linken Brust und spürt Die Härte ihrer Brustwarze. Der hoffnungslose Kleister, seiner verwischten Spuren verklebt ihr Atmen mit dem Denken seiner Pausen. Sie kocht ihm einen Kaffee und schüttet ihn auf das weiße Laken. ein paar Spritzer hüpfen auf seine nackten Beine.
Sie hört das Zischen, welches nicht vorhanden war und leckt seinen Blick von ihrem Rücken. Er schmeckt nach schwarzem Kaffee. Der rote Stoff, der auf dem Boden prangt zieht sich fest um des Maedchens Bauch. Sie würgt.

Dann schließt sie die Türe auf und verlässt die Reise, die sie antreten wollte. Sie fällt von den Treppen.
Ihr Fuß ist gebrochen. Sie hinkt ihm ins Genick. Es ist kalt und windig. Sie weht fort.

 

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